Starke Nachfrage nach Ökostrom verbessert die Renditen
29.01.2020, 14:40

Die Nachfrage nach Ökostrom steigt schneller, als das Angebot ausgebaut werden kann. Das wird zu einer Spaltung des Strompreises führen. „Zertifizierter Ökostrom wird deutlich teurer werden und für Investoren eine höhere Rendite abwerfen“, sagt Markus W. Voigt, Geschäftsführer der auf Erneuerbare Energien spezialisierten AREAM GmbH.

 

Gerade erst hat Microsoft angekündigt, bis zum Jahr 2030 vollständig klimaneutral zu arbeiten. Bis 2050 will Microsoft sogar alle CO₂-Emissionen, die das Unternehmen seit Gründung 1975 vor allem durch den Stromverbrauch verursacht hat, wieder aus der Umwelt entfernen. Siemens hat angekündigt, ebenfalls bis 2023 klimaneutral zu werden, und die Deutsche Bahn fährt nur noch mit grünem Strom. „Alle diese Ziele sind nur durch den Einsatz von Strom aus Erneuerbaren Energien zu erreichen“, sagt Voigt. „Dieser aber wird knapp.“


Denn angesichts der strengeren Auflagen für Windkraft an Land hat sich die Ausbaugeschwindigkeit in den vergangenen Jahren deutlich verringert, die Nachfrage steigt aber immer schneller. „Die Branche spricht gar schon von einer Ökostrom-Lücke. Der Ausgleich wird über den Preis erfolgen“, sagt Voigt. Ökostrom könnte also in den kommenden Jahren als knappes Gut deutlich im Preis steigen. „Für Investoren in Wind- oder Solarparks sind das gute Aussichten.“ Das gelte sowohl für Bestandsanlagen wie auch für Neubauten.


„Interessant ist, dass hier ein echter Marktmechanismus greift – das Spiel von Angebot und Nachfrage – und damit Subventionen überflüssig macht“, sagt Voigt. Die EEG-Umlage, die für den Ausbau der Erneuerbaren Energien per Gesetz festgeschrieben ist, wird bei steigenden Ökostrom-Preisen sinken, sodass Verbraucher diese Preissteigerung unter dem Strich nicht merken oder sogar entlastet werden könnten.


Es werde immer interessanter, in Wind und Sonne zu investieren, wenn die Erträge steigen. „Dabei ist davon auszugehen, dass diese Phase des Mehrertrags der Erneuerbaren für eine geraume Zeit anhält, denn noch sind die weltweiten Kapazitäten gering, der Bedarf hierzulande, aber auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern, sehr hoch“, sagt Voigt. „Insofern sind die Ankündigungen von immer größeren Teilen der Wirtschaft, klimaneutral arbeiten zu wollen, für EE-Investoren ein Grund zur Freude.“

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