Im elektrischen Zeitalter
07.05.2026, 13:45

Die politische Rhetorik um den Ausbau Erneuerbarer Energien hat sich vielerorts verschärft. „Die Daten sprechen jedoch eine andere Sprache, denn der Ausbau sauberer Energie ist investitionsgetrieben, global und zunehmend selbstverstärkend“, kommentiert Patrick Lemcke-Braselmann, CEO der aream Group. Dies belege eindrücklich der neue Report der IEA.

 

Die weltweite Energienachfrage ist im Jahr 2025 um 1,3 Prozent gewachsen. Deutlich dynamischer entwickelte sich hingegen der Strombedarf: Mit einem Wachstum von knapp drei Prozent stieg er mehr als doppelt so schnell wie die gesamte Energienachfrage, so der Global Energy Review 2025 der Internationalen Energieagentur (IEA). Die Organisation sieht darin eine klare Bestätigung, dass die Welt in ein „Zeitalter der Elektrizität“ eingetreten ist.

 

Die Solarenergie, die größte Einzelwachstumsquelle, deckte mehr als ein Viertel des gestiegenen Bedarfs, gefolgt von Erdgas mit einem Anteil von 17 Prozent. Es war das erste Mal seit Beginn der Aufzeichnungen, dass eine moderne erneuerbare Energiequelle den größten Anteil am weltweiten Wachstum des Energiebedarfs hatte. Insgesamt entfielen rund 60 Prozent des globalen Nachfragewachstums auf emissionsarme Energieträger wie Solar, Wind, Kernenergie und Wasserkraft. 

 

Auf der Angebotsseite übertraf der Zubau von Strom aus Erneuerbaren Energien und Kernenergie den gesamten Nachfrageanstieg. Allein die Solarstromerzeugung wuchs 2025 um 600 Terawattstunden – der größte jemals verzeichnete Zuwachs einer einzelnen Energiequelle außerhalb von Nachkrisenphasen – und deckte rund 70 Prozent des zusätzlichen Strombedarfs. Erneuerbare Energien erreichen inzwischen nahezu das Niveau der globalen Kohleverstromung. In der EU übertraf der Anteil von Solar- und Windenergie mit 30 Prozent erstmals den fossiler Energieträger.

 

„Die Zahlen zeigen auch, wie schnell saubere Technologien die fossile Nachfrage verdrängen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen“, so Lemcke-Braselmann. So wurden 2025 über 35 Exajoule an fossiler Energienachfrage vermieden – etwa sieben Prozent des globalen Verbrauchs. Gleichzeitig konnten rund drei Milliarden Tonnen CO₂-Emissionen eingespart werden, was rund acht Prozent der weltweiten Emissionen entspricht.

 

Für die deutschen Solaranlagen im aream-Portfolio lief der abgelaufene April durchmischt. In Deutschland (Zielerreichung 79 Prozent) fiel die Energieproduktion durch Abregelungen etwa 2.000 MWh geringer aus, als es die guten Einstrahlungswerte ermöglicht hätten. Die abgeregelten Mengen werden vergütet. In Spanien waren die Einstrahlungswerte gut, die Zielerreichung lag dennoch bei nur 78 Prozent, da Abregelungen 1.400 MWh Energie kosteten. Die Anlagen in Italien dagegen brachten eine stabile Produktion (Zielerreichung 99 Prozent) bei leicht unterdurchschnittlichen Sonnenstunden. Die Windanlagen von aream blieben im April mit einer Zielerreichung von rund 83 Prozent deutlich hinter den Erwartungen zurück.

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