Klassische Investmentregel für Grünstrom: Risikostreuung durch Hybridisierung
07.01.2026, 11:03

Unberechenbare Wetterverhältnisse lassen die Produktion von grünem Strom schwanken, was Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit der Anlagen mindert. Doch das ist kein Schicksal. Die Lösung: Hybridisierung als Kombination verschiedener Stromquellen an einem Standort. „Das ist die Übertragung der klassischen Investmentregel – Streuung des Risikos – auf die Energieerzeugung“, kommentiert Patrick Lemcke-Braselmann, Co-CEO der aream Group, die die Hybridisierung ihrer Anlagen prüft.

 

Auf das Wetter ist nur bedingt Verlass. Mal brennt die Sonne, dann bedeckt sich der Himmel. Mal fegt der Wind über die Lande, dann wiederum ist wochenlang Flaute. Das bekommen nicht nur Urlauber zu spüren, sondern auch Grünstromproduzenten: Die Erträge schwanken mit dem Wetter, was Wirtschaftlichkeit wie Effizienz der Produktion beeinträchtigt und zudem fossile Back-up-Systeme nötig macht.

 

Daher steht strategisch die nächste Entwicklungsstufe der Energiewende an. „Wir wollen mit Hybridisierung zwei oder mehrere Technologien zur Energieerzeugung an einem Standort kombinieren“, sagt Lemcke-Braselmann. Photovoltaik + Windkraft oder Photovoltaik + Batteriespeicher seien beispielsweise passende Matches. Auf diese Weise wächst die Versorgungssicherheit und Einspeiseprofile werden geglättet. 

 

„Natürlich werden Reserve-Kraftwerke noch immer gebraucht, aber in deutlich geringerem Umfang“, sagt Lemcke-Braselmann. Denn durch die Hybridisierung können Produktionsausfälle einzelner Energiequellen ausgeglichen werden, wenn etwa der Wind nicht weht, dafür aber die Sonne brennt. Lastspitzen oder plötzliche Produktionseinbrüche werden aufgefangen. Auch das Klima profitiert, weil fossile Back-up-Systeme ersetzt werden können durch die Kombination von Speichern und Grünstrom-Systemen. 

 

„Hybride Anlagen sind der Schlüssel zu einem stabilen und effizienten Energiesystem“, so Lemcke-Braselmann. „Durch die intelligente Kombination von Erzeugung und Speicherung können wetterbedingte Schwankungen ausgeglichen und Netzanschlüsse effizienter genutzt werden.“ Gemeinsame Infrastruktur, geringere Betriebskosten und schnellere Genehmigungsverfahren erhöhen zusätzlich die Wirtschaftlichkeit solcher Projekte. „Das lohnt sich auch für Gemeinden und Grundstückseigentümer, die damit eine größere lokale Wertschöpfung erzielen“, sagt Lemcke-Braselmann.

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