Deutschland boomt bei der Direktvermarktung grünen Stroms
15.03.2021, 17:36

Strom aus Erneuerbaren Energien wird zum knappen Gut. Daher schließen immer mehr Unternehmen direkte Abnahmeverträge mit den Anbietern grünen Stroms. „Deutschland ist hier weltweit Vorreiter mit seiner gut ausgebauten industriellen Basis und vielen Unternehmen mit hoher Bonität“, sagt Markus W. Voigt, CEO der aream Group. „Für Investments in Erneuerbare Energien bringt das zusätzlichen Schub.“

 

„Wir beobachten eine deutliche Zunahme von Abnehmern aus dem Gewerbe und Industriebereich“, sagt Voigt. Eine Studie der Schweizer Pexapark unterstreicht dies. Danach kamen 2020 zum ersten Mal mehr PPAs (Power Purchase Agreements oder Direktabnahmeverträge) mit Unternehmen außerhalb des Energiesektors zustande. „Der Anteil dieser Corporate-PPA am Gesamtaufkommen erreichte rund 54 Prozent. Die übrigen 46 Prozent kamen aus der Energiewirtschaft“, so Voigt. 2019 waren noch 75 Prozent aller PPA-Abnehmer Versorger oder Energiehändler.

 

2021 werden die Erneuerbaren in Deutschland besonders stark wachsen: Im Rahmen der weltweiten Initiative RE100, bei der sich Großunternehmen zusammengetan haben, um ihre CO2-Ziele zu erreichen, sind allein hierzulande seit Jahresbeginn 21 neue Unternehmen dazugekommen, die grünen Strom suchen. „Da entsteht zurzeit ein enormes Momentum – auch wegen der steigenden Nachfrage“, so Voigt. „Für unsere Projekte nehmen wir bereits in sehr frühen Phasen ein starkes Interesse bei potenziellen Abnehmern war und sehen vor allem hohes Potenzial für Photovoltaik in Deutschland“, sagt Voigt.

 

„Dieser Bedarf kann mit dem im vergangenen Jahr produzierten Grünstrom von 247 TWh nicht gedeckt werden“, so Voigt. Um die erhöhte Nachfrage zu decken sowie die Klimaziele bis 2030 zu erreichen, müssten in Deutschland mindestens zehn bis 15 GW Photovoltaik pro Jahr und sieben bis acht GW Onshore-Wind installiert werden, so das Frauenhofer-Institut. „Dies führt dazu, dass bei grünen PPAs mit einem Preispremium zu rechnen ist“, sagt Voigt. 

 

2020 lag der Durchschnittpreis bei Corporate PPAs (CPPA) für Photovoltaik in Deutschland bei rund 47 Euro (power as produced, 10 – 15 Jahre) und wird vermutlich weiter steigen. „Investoren werden auf diese Weise gute Renditen erzielen“, sagt Voigt. „Aus unserer Sicht wird der Baseloadpreis bis 2025 auf 48 Euro und 2035 sogar auf 55 Euro steigen.“

 

Steigende Strompreise, erhöhter Verbrauch aufgrund einer integrierten Energiewende sowie ein erhöhtes Interesse der Industrie zeigen, wie viel Potenzial in diesem Markt steckt. „Mit unserem Center of Competence verfolgen wir die Marktentwicklungen und beobachten die aktuellen Trends“, sagt Andrea Voigt, Leiterin des Competence Centers PPA bei aream. „So sind wir immer auf Ballhöhe mit der aktuellen Entwicklung und können bei unseren Abschlüssen die besten Preise erzielen.“

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